Die Feuerwehrreise zum Flughafen Zürich - ein Freizeitvergnügen der besonderen Art


Wie es sich für Angehörige einer Blaulichtorganisation gehört, fanden sich die 39 Teilnehmenden, darunter zwei Kinder, an einem Samstagmorgen schon frühzeitig beim Feuerwehrmagazin ein. Wie jedes Jahr, kamen auch diesmal mehrere Mitglieder des Feuerwehrvereins Region Jegenstorf mit auf die alljährliche Reise. Um 7.40 Uhr begann die Verschiebung nach Zürich Flughafen. Im bequemen, gut ausgestatteten Car verwöhnte uns der Organisator Daniel Piller schon bald mit Kaffee und köstlichen Gipfeli. Die knapp zweistündige Fahrt, vorbei an leuchtend gelben Rapsfeldern, verging, dank angeregten Gesprächen, wie im Flug.

Blicke in die technischen Bereiche des Flughafens
Die erste der beiden Touren führte uns in den Bereich SR Technics und SWISS Technics. Wikipedia ist zu entnehmen, dass SR Technics einer der weltweit grössten, unabhängigen Anbieter von technischen Dienstleistungen in der zivilen Luftfahrt“ sei, d.h. es bietet Wartungsleistungen an für Flugzeuge, Triebwerke und Komponenten.
In zwei Gruppen wurden wir in die verschiedenen Hallen und Hangars geführt, sahen Triebwerke und Flugzeugmotoren aus der Nähe und erfuhren viel über die Abläufe der einzelnen Arbeitsschritte und deren Kontrolle. Zuverlässigkeit ist unabdingbar - ein noch so kleiner Fehler kann eine Katastrophe zur Folge haben!

Mittagessen im Restaurant AIR
Nach all den Eindrücken und unseren unzähligen Blicken hinter die flugtechnischen Kulissen, begaben wir uns ins AIR, wo bereits Tische für uns reserviert waren – natürlich am Fenster! Aus einer grossen Zahl verschiedenartigster Gerichte konnten wir individuell, qualitativ und quantitativ nach eigenem Gutdünken auswählen.
Frisch gestärkt konnten wir sodann den Nachmittag in Angriff nehmen.

Die Abläufe im Flughafen selbst
Also ab zum Check-in – als ob wir uns auf eine Flugreise begeben würden: Flüssigkeiten über 100ml pro Gefäss loswerden, also Wasserflaschen noch schnell leertrinken, wie ist es mit meinem Miniatur-Armee-Sackmesserchen, anstehen bei der Gepäckkontrolle, Gürtel mit Metallstücken ausziehen und eventuell in den Socken durch den Torbogen gehen. Nachdem wir alle die Kontrolle erfolgreich bzw. problemlos geschafft hatten, befanden wir uns im Airside Center, einer imposanten Konstruktion mit schräg nach innen geneigten Glasfassaden. Es stellt die Verbindung zwischen den Terminals A und B dar und verfügt über eine grosse Zahl von Geschäften.

Nach wie vor wähnten wir uns am Beginn einer richtigen Flugreise, als wir zusammen mit „normalen“ Passagieren mit der Skymetro ins Dock E fuhren.
Die Skymetro ist eine von einem Stahlseil gezogene unterirdische Seilbahn, die auf einem lediglich 0,2 mm dünnen Luftkissen über der Betonpiste eine Distanz von 1,138 km zurücklegt, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 48 km/h!
Die Feinsortierung des Gepäcks wird zu Recht als „weiteres Highlight“ bezeichnet.
Gepäckstücke aller Art sausten mit schwindelerregender Geschwindigkeit aus allen Richtungen über unsere Köpfe hinweg, um schliesslich auf dem richtigen Förderband zu landen.
Zum Abschluss konnten wir eine soeben gelandete Boeing 777 oder Triple Seven, bestaunen. Sie wurde rasch entladen und sogleich wieder ebenso rasch beladen, denn „am Boden kosten sie! Nur in der Luft verdient man Geld mit ihr.“

Unser Car brachte uns wieder sicher zurück nach Jegenstorf. Wie jede Feuerwehrreise, war auch dieser Ausflug wieder spannend, interessant und sehr bereichernd gewesen, und bei einem nächsten Flughafenbesuch als PassagierIn werden die ganzen Abläufe, bis man endlich im Flugzeug sitzt, bestimmt mit ganz anderen Augen gesehen. Super Idee, super organisiert – danke, Daniel Piller!!

Sue Siegenthaler, Feuerwehrverein Region Jegenstorf

 

  • 1_Teilnehmende
  • 2_Flughafengelnde
  • 3_Gepaecksortieranlage
  • 4_Boeing_777
  • 5_Im_Hangar
  • 6_Alte_Aufnahme

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